Goda Plaum

Goda Plaum: Der viergeteilte Bildbegriff.

 

Der Workshop dient der Veranschaulichung & Diskussion des im Impuls-Vortrag (»Alle Bilder sind multimodal, aber nicht unbedingt materiell – Argumente für einen viergeteilten Bildbegriff«) vorgestellten Bildverständnisses. Im Fokus steht dabei das Verhältnis traditioneller Bildmedien zu zeitgenössischen Technologien. Anhand konkreter Beispiele soll diskutiert werden, mit welchen Kategorien die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Bildmedien am besten beschrieben werden können.

Zu Beginn des Workshops werden in einem Impulsvortrag mögliche Kriterien zur Kategorisierung von Bildmedien vorgestellt. Der Vortrag schlägt ein philosophisches Bildverständnis vor, bei dem mit Hilfe der Begriffe Modalität, Materialität und Medialität zwischen verschiedenen Arten von Bildern unterschieden wird. Alle drei Aspekte dienen dabei als Kriterium, um das, was man unter „Bild“ verstehen kann, zu untergliedern. In Bezug auf die Medialität bedeutet dies: Nicht das Bild ist eine bestimmte Art von Medium, sondern das Medium ist eine bestimmte Art und Weise, wie ein Bild in Erscheinung treten kann. Diese Auffassung schließt u. a. an das Bildverständnis von W. J. T. Mitchell und Gottfried Boehm an und grenzt sich von solchen Positionen ab, die Bilder als Medien begreifen.

In einem zweiten Schritt werden mehrere konkrete Bildbeispiele (aus verschiedenen Kontexten, Medien, Traditionen, etc.) präsentiert und in Beziehung zu den vorher vorgestellten Kategorien gesetzt. Zu jedem Bildbeispiel wird eine These oder eine Frage formuliert, die sich auf die mögliche Kategorisierung bezieht. Der weitere Verlauf des Workshops soll gemeinsam mit den Teilnehmern festgelegt werden. Hier ist eine Splittung der Gruppe in kleinere Arbeitsgruppen mit spezifizierter Thematik genauso denkbar wie eine offene Diskussion im Plenum.

 

Goda Plaum: (Dr. phil.), geb. 1977, hat in Nürnberg und Erlangen Bildende Kunst und Philosophie studiert und beides mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abgeschlossen. Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Universität Regensburg am Institut für Kunsterziehung sowie an einem Nürnberger Gymnasium promovierte sie im Fach Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg mit ihrer Arbeit »Bildnerisches Denken«.

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